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Persona?!
Persona?
Den Begriff Persona kennen Sie vielleicht aus Redewendungen wie in persona: 'persönlich, selbst', vielleicht auch persona non grata: 'unerwünschte Person'. Ursprünglich kommt der Begriff aus dem Lateinischen, wo er sowohl 'Person', 'Persönlichkeit' als auch 'Maske' und 'Rolle' bedeutet.
Im griechischen Theater war die Persona eine Maske, die die Schauspieler verwendet haben, um die Rolle zu typisieren. Im alten Griechenland symbolisierten die Masken z.B. das Tragische oder Komische eines Charakters. Sie waren sehr einfach gehalten, dabei aber sehr ausdrucksvoll, damit auch die Zuschauer in den letzten Reihen die Masken erkennen und die Charaktere dahinter identifizieren konnten.
Die Masken hatten somit eigentlich zwei, auf den ersten Blick widersprüchliche Funktionen: Verschleiern einerseits, Zeigen andererseits. Indem eine Maske geeignet ist, z.B. die impulsiven, sehr individuellen Züge einer Persönlichkeit zu verbergen, tritt zugleich ein bestimmter Charaktertypus umso deutlicher hervor, da er durch die Maske auf seine wesentlichen, allgemeinen Merkmale reduziert wird.
Was hat das nun mit digitalen Identitäten zu tun?
Im Grunde ist eine digitale Persona auch nichts anderes als eine Maske, die Sie selbst gezielt gestalten können, je nachdem in welcher Rolle Sie gerade auftreten. Sie kennen das aus dem richtigen Leben, wo Sie in unterschiedlichen Rollen unterwegs sind: beruflich z.B. als Angestellter oder als Vorstand eines Unternehmens, der zugleich Vertriebsleiter ist, als Beirat für ein Partnerunternehmen und Mitglied in einem Unternehmensverband, privat als Vater/Mutter, aktives Mitglied eines Sportvereins u.s.w. Die Liste lässt sich beliebig fortführen.
Persona!
Diese Rollen lassen sich über das Persona-Konzept digital abbilden: Sie als Nutzer entscheiden, mit welchen Informationen Sie für die jeweilige Rolle im Netz unterwegs sind. Dabei gilt wie bei der Maske: Zeigen und Verschleiern, beides ist möglich und legitim. Verschleiern heißt allerdings nicht, mit einer falschen Identität zu operieren, u.U. sogar auf Kosten Dritter. Verschleiern meint vielmehr: zurückhaltend mit persönlichen Daten umgehen, sie nicht oder nur in sehr geringem Maß preisgeben, nur unter einem Pseudonym agieren. Auch das kann eine gewünschte und vollkommen zulässige Funktion einer Rolle sein.
Das Besondere an xlogon gegenüber MyOpenID und anderen Anbietern besteht darin, dass Sie innerhalb ihrer Identität http://xlogon.net/user nicht nur mehrere Personas einrichten und verwalten, sondern sie auch direkt mit Websites verknüpfen können. Was das für Sie bedeutet? - Auf jeden Fall mehr Flexibilität. Denn indem Sie eine Persona gezielt an eine bestimmte Website koppeln, können Sie genau festlegen, welche Ihrer Daten Sie der Site zur Verfügung stellen.
Wollen Sie z.B. ein neues Webangebot nur ausprobieren und dort (noch) nicht ihre vollständige Identität preisgeben, können Sie für so geartete Testzwecke eine Persona nur mit den minimal erforderlichen Daten, z.B. nur mit einem Pseudonym, ohne Angabe Ihres richtigen Namens, anlegen. Immer vorausgesetzt, dass die gewünschte Website eine pseudonymisierte Nutzung zulässt.
Neben dieser Flexibilität bietet Ihnen dieses Feature auch einen wirkungsvollen Schutz gegen Spam. Denn insbesondere bei einer für Testzwecke eingerichteten Persona bietet es sich an, eine nur auf den Empfang von Spam-Mails ausgelegte E-Mail-Adresse zu hinterlegen.
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