Alles Beta im Web 2.0?

Warum xlogon nicht "Beta" ist

Nicht nur die Bezeichnung Web 2.0 ist im Internet zu einem Schlagwort geworden, an dem man kaum mehr vorbeikommt. Zusammen mit diesem Etikett - und ein wenig in seinem Schatten - hat noch ein weiteres sprachliches Zeichen eine geradezu beispiellose Karriere gemacht: Die Rede ist von jenem zweiten Buchstaben des griechischen Alphabetes namens Beta. Auf den ersten Blick ein wenig unscheinbar kennzeichnet er zahlreiche Internetangebote, die sich Web 2.0 auf die Fahne geschrieben haben. Und es werden immer mehr.

Was heißt hier eigentlich Beta?

In der Softwareentwicklung ist der Buchstabe Beta schon lange heimisch, hat hier seinen festen Platz als Versionsbezeichnung, mit der ein bestimmter Entwicklungsstand einer Software bezeichnet wird. Im Beta-Stadium ist die Software noch unfertig. Zwar sind die wesentlichen Funktionen implementiert, aber noch nicht vollständig getestet, so dass mit großer Wahrscheinlichkeit noch Fehler auftreten. Häufig wird die Beta-Version eines Programms auch bewusst vom Hersteller veröffentlicht, damit die Anwender sie testen können und etwaige Fehler zutage treten. Genau das ist im Web 2.0 zur gängigen Praxis für Web-Anwendungen geworden. Egal, ob Google Mail, MySpace Deutschland oder der Bloomstreet getaufte MySpace-Konkurrent aus dem Hause Bertelsmann: all diese Anwendungen sind als Beta gekennzeichnet und sollen durch die Anwender getestet und dann weiterentwickelt werden.

Anders als in der traditionellen Softwareentwicklung, wo eine Anwendung am Ende des Entwicklungsprozesses den für die Veröffentlichung fertigen Status "Release" und eine Versionsnummer erreicht, verharren die Anwendungen im Web 2.0 im Stadium Beta. Und das ganz bewusst, denn das Web 2.0 setzt auf die Beteiligung der Anwender, die durch ihr Feedback und weitere nutzergenerierte Inhalte eine Anwendung ständig weiterentwickeln. Die Anwendung ist und wird nie fertig. Sie bleibt immer in Entwicklung und gerade das ist eines der Qualitätsmerkmale im Web 2.0. Getreu dem Motto: It's not a bug, it's a feature. Tim O'Reilly, der Erfinder des Web 2.0, spricht hier auch von "the perpetual beta", von der ewigen Beta-Phase.

Doch nicht alles bleibt ewig Beta, die amerikanische Foto-Community Flickr etwa hat aktuell die Version Gamma erreicht und hat es damit immerhin in den Rang einer abschließenden (!) Testversion geschafft, einer endgültigen Version, die letzten Tests unterzogen wird, bevor das Programm als Release veröffentlicht wird. Auf die Spitze getrieben wird der Beta-Hype auf der Website von wankr. Sie befindet sich im Stadium Zeta (und damit jenseits aller in der Softwareentwicklung gebräuchlichen Versionsbezeichnungen): http://www.parm.net/web2.0/

Wo also ist das Beta-Zeichen?

xlogon ist eine für das Web 2.0 entwickelte Anwendung, mit der Sie Ihre persönlichen digitalen Identitäten nutzen und zentral verwalten können. Wir haben bewusst darauf verzichtet, xlogon als Beta auszuweisen - denn Web-2.0- und Beta-Hype hin oder her: Ein System für das Management von Identitäten sollte ausführlich getestet sein. Das ist unser Anspruch. Schließlich bildet xlogon Ihre persönlichen Informationen digital ab.

Wir finden, dass die Kontrolle über die persönlichen Daten ganz bei demjenigen liegen sollte, dem sie gehören: dem Nutzer. Das ist der Sinn eines persönlichen digitalen Identitätsmanagements wie xlogon. Der Schutz Ihrer Privatsphäre ist für uns oberstes Gebot.

Trotz aller Bemühungen um reibungslosen Betrieb können auch wir mögliche Fehler oder Störungen nie ganz ausschließen. Für diese Fälle, aber auch für alle anderen Arten der Rückmeldungen - Kritik, Anregungen, Fragen, Verbesserungsvorschläge, Lob - freuen wir uns auf Ihre Nachricht, z.B. hier in unserem Portal.

Ihr xlogon-Team

Warum xlogon doch "Beta" ist ...

Eigentlich wage ich es kaum hier zu intervenieren aber vieleicht sollte sich der Verfasser einmal selbst den Artikel durchlesen.
Selten so gelacht, vieleicht sollte der ganze Artikel ja auch nur ironisch sein (leicht angehaucht von http://www.parm.net/web2.0 ), doch nun sehe ich mich iritiert; ist das nun Ironie und mein Vertrauen soll sich darüber stärken das man für sich erkannt hat das "Beta" zu sein eben nicht schick ist oder meint der Verfasser wirklich das xlogon "fertig" ist?
Das erklärt bestimmt das fehlende Forum (weil man ja keine
offenen Fragen oder feature Requests erwartet)... Ok, auch Ironie aber
das darf man als Antwort auch erwarten oder?

Mfg

MEIN SUCHEN MEIN STREBEN

Tim O'Reilly, der Erfinder des Web 2.0 ...

Habe ich da etwas verpasst?
Seit wann reicht ein Artikel (am 30.09.2005 veröffentlicht von Tim O'Reilly) "What is Web 2.0" um etwas zu erfinden?
Der Begriff "Web 2.0“ wurde wohl von Dale Dougherty (O'Reilly-Verlag) und Craig Cline (MediaLive) "erfunden", als diese gemeinsam eine Konferenz planten. O’Reilly Media, Battelle und MediaLive veranstalteten die erste Web-2.0-Konferenz im Oktober 2004. Die Konferenz findet seitdem jährlich im Oktober statt. Wobei schon seltsam ist das die Schutzmarke "Web 2.0" schon am 3.11.2003 von CMP MEDIA LLC (auch ein Event-Veranstalter) beantragt wurde aber erst am 27.06.2006 registriert wurde. Wonach sich der O'Reilly-Verlag bestimmt die Haare raufte: Slashdot | O'Reilly and CMP Exercise Trademark on 'Web 2.0'
Die richtige Aussage wäre vieleicht das Tim O'Reilly mit seinem Artikel den
Begriff "Web 2.0" erst für die Allgemeinheit geprägt hat.
Letzlich kann ich für mich nur feststellen das Tim O'Reilly schon richtig erkannt hat das "Web 2.0" doch nur ein "Buzz word" ist, welches natürlich im zusammenhang mit "Beta" eher an glanz verliert als gewinnt.

Mfg

MEIN SUCHEN MEIN STREBEN

Web 2.0 und Beta-Hype

Hallo MEIN SUCHEN MEIN STREBEN,

ok, ich lasse mich ja gern belehren :-). Einigen wir uns also darauf, dass Tim O´Reilly den Begriff Web 2.0 mitgeprägt und vor allem bekannt gemacht hat. Daran, dass er in der allgemeinen Wahrnehmung als Vater des Web 2.0 gilt, ändert das sowieso eher wenig. Und das sei ihm auch gegönnt.

Zur Frage "Beta - Ja oder Nein?":

  1. Man muss ja nicht jeden Hype mitmachen ;-). Zumal, wenn man einen guten Grund dafür hat. Und der liegt darin, mit my.xlogon.net ein ebenso flexibles wie sicheres und dabei den strengen deutschen Datenschutzrichtlinien genügendes System für das Management digitaler Identitäten anzubieten.
  2. Was heißt schon fertig, gerade bei Software? Natürlich wird xlogon noch weiterentwickelt, weitere spannende Features werden folgen. Aber muss ich mich deswegen zwingend Beta nennen? Die Business-Plattform Xing - eine typische Web-2.0-Anwendung - ist auch nicht Beta, verspricht für die Zukunft aber ebenfalls kontinuierliche Weiterentwicklungen und zusätzliche Features.

In diesem Sinne: Nicht alles Beta im Web 2.0.

Viele Grüße, Daniela