my.xlogon.net :: FAQ :: Über uns :: English
Vorratsdatenspeicherung und kein Ende
Wie heise online gestern berichtete, haben sich die Deutschen Phonoverbände ausdrücklich für die geplante Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen und erneut die Notwendigkeit betont, zur Verfolgung von Urheberrechtsansprüchen auf die gespeicherten Daten zugreifen zu dürfen. Denn der Schaden, der der Musikindustrie jährlich z.B. durch das illegale Herunterladen von Musikstücken entstehe, sei enorm und das Urheberrecht verlöre zusehends an Bedeutung.
Ursprünglich sollten die verdachtsunabhängig für sechs Monate zu speichernden Verbindungsdaten nur zur Strafverfolgung und Gefahrenabwehr verwendet werden, doch nun sollen auch die Musik- und Filmindustrie die Daten für zivilrechtliche Belange nutzen dürfen. Der Verband der deutschen Internetwirtschaft ecohat sich erwartungsgemäß gegen diese Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung gewandt, da die flächendeckende Speicherung der Kommunikationsdaten ohnehin verfassungsrechtlich höchst bedenklich sei. Ganz zu schweigen von den Kosten, die die Ausweitung zusätzlich für die Provider verursachen wird.
Was sagen eigentlich diejenigen, um deren Daten es hier geht?
Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage sind 54% der Bundesbürger gegen die sechsmonatige Speicherung der Verbindungsdaten, da sie sich hierdurch in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt sehen.
- Weblog von Daniela Schütte
- Anmelden um Kommentare zu schreiben
