my.xlogon.net :: FAQ :: Über uns :: English
Datenschutz eine Frage des Alters?
Junge Menschen gehen heutzutage im Internet sorgloser mit privaten Daten um als Ältere. Der bekannte IT-Sicherheitsexperte Bruce Schneier diagnostiziert hier einen tiefgreifenden Generationskonflikt, über den heise online gestern berichtete.
Demzufolge ist die ältere Generation sehr auf den Schutz der Privatsphäre bedacht, wohingegen die heute Zwanzigjährigen ihren Drang zur Selbstdarstellung im Netz ausleben und mit Privatheit sehr unbefangen umgehen. Bei dieser Altersgruppe wundert das zumindest insofern nicht, als das Fernsehen mit seinen Daily Talk- und Reality-Shows in den 1990er Jahren vorgemacht hat, wie sich die Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem auflösen. Im Netz ist diese Entwicklung noch ungleich extremer, erst recht im Zuge von Web 2.0 und User Generated Content.
Überträgt man diese Diskrepanz zwischen den Generationen auf das Thema OpenID, könnte die Formel – zugespitzt – lauten:
- Jungen Leuten mit vielfältiger und hoher Netzaktivität kommt die neue Technologie gerade recht, vereinfacht sie doch die Nutzung von Web-Angeboten und erweitert die Möglichkeiten der Selbstdarstellung. Demnach müsste OpenID in dieser Zielgruppe eigentlich ein Selbstläufer sein.
- Bei Vertretern der älteren Generation dürfte dagegen mehr Überzeugungsarbeit zu leisten sein. Mit größeren Vorbehalten und Sicherheitsbedenken ist hier jedenfalls zu rechnen.
Wobei natürlich beide Standpunkte ihre Berechtigung haben und historisch gewachsen sind.
Das Schöne an OpenID ist, dass die Technologie beiden Positionen gerecht wird. Entscheidend ist allein, wie man – in diesem Fall jeder einzelne User – sie nutzen will. Eine xlogon-OpenID jedenfalls erlaubt sowohl quasi-anonymes Agieren im Web (unter Pseudonym) als auch die völlige Offenlegung privater Daten. Ganz so wie die Theatermasken im alten Griechenland, die sowohl zeigen als auch verschleiern sollten.
Im Übrigen: Unabhängig davon, welcher Altersgruppe man angehört, schadet es sicher nicht, wenn man sich bei allem, was man im Netz tut, hin und wieder ins Gedächtnis ruft: Das Internet vergisst wenig, fast nichts. Die Wahrscheinlichkeit, noch Jahre später auf Zeugnisse eigener Netzaktivitäten zu stoßen, ist jedenfalls groß.
Trackback URL for this post:
- Weblog von Daniela Schütte
- Anmelden um Kommentare zu schreiben
